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Donnerstag, 23.10.2014

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Software Engineering an der Schule

Die GI-Fachgruppe der Informatiklehrerinnen und -lehrer in Baden-Württemberg lädt alle am Informatikunterricht Interessierten, insbesondere LehrerInnen, ReferendarInnen und Lehramtsstudierende aller Schularten zu einem Austausch über das Software Engineering an der Schule ein. Dieser Lehrertag wird vom RP Karlsruhe empfohlen und unterstützt.

Termin: 24.02.2011
Teilnahmegebührt: 10,- € (inkl. Mittagessen und Pausenerfrischung)

Ort: Karlsruher Institut für Technologie

Organisation und Kontakt:

Theo Heußer (Hemsbach), Prof. Dr. Barbara Paech (Universität Heidelberg),
Tel. 06221-54-5810, se11schule@informatik.uni-heidelberg.de


8:00 Registrierung

Die Begrüßung des Lehrertages erfolgt zu Beginn des spezifischen Teiles bei dem Vortrag von Herrn Dr.Steinert um 11:30. Daher reicht es, gegen kurz nach 9:00 da zu sein, um sich zu als Tagungsteilnehmer (Lehrertag) registrieren und die allgemeine Keynote um 9.30 zu besuchen. Wenn Sie mehr zum KIT, der GI und anderen Organisatoren der Konferenz SE2011 erfahren wollen, lohnt sich die allgemeine Begrüßung um 8:30.

8.30 Begrüßung
9.30 Keynote zum Software Engineering aus dem Konferenzprogramm
(Prof. Dr. Johannes Siedersleben)
11.00 Kaffeepause
11.30 Spezifische Keynote: Software Engineering an der Schule
(Dr. Markus Steinert)
13.00 Mittagsessen
14.30 Parallele Workshops (Anmeldung erforderlich!) und Erfahrungsbericht aus der Schulpraxis
  • Workshop Webframework (Dr. Artur Merke) beschränkte TN-Anzahl
  • Workshop JUnit-Test (Urs Lautebach) beschränkte TN-Anzahl
  • Vortrag Spiele (Jan Wölfer)
16.00 Kaffeepause
16.30 Spezifische Keynote: Software Engineering macht Informatikwissen anwendbar
(Professor Dr. Jürgen Ebert)
17.30 Verabschiedung

Vorträge und Workshops


Software Engineering an der Schule: Rekursive Datenstrukturen in neuem Gewand (Dr. Markus Steinert)

Rekursive Datenstrukturen bilden ein zentrales Element des Informatikunterrichts in der Oberstufe des bayerischen Gymnasiums. Eine besondere Rolle in der Didaktik dieses Themenbereichs spielt das Entwurfsmuster „Kompositum“. Unter dessen Einbeziehung lässt sich eine Methodik rekursiver Strukturen entwickeln, bei der rekursive Methode und rekursive Datenstruktur fachlich und didaktisch gekoppelt sind. Im Gegensatz zur üblichen Vorgehensweise stehen nicht rekursive Funktionen über natürlichen Zahlen, sondern rekursive Methoden, die auf  Listen und Bäumen operieren im Vordergrund. Eine derartige Strategie setzt zwar bei den Schülern ein fundiertes Beherrschen zentraler informatischer Konzepte voraus, lässt jedoch häufige Fehlvorstellungen im Zusammenhang mit Rekursion gar nicht erst aufkommen.

Software Engineering macht Informatikwissen anwendbar (Prof. Dr. Jürgen Ebert)

Software Engineering, als dasjenige Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Erstellung, Nutzung und Weiterentwicklung von (insbesondere großen) Softwaresystemen beschäftigt, bildet in der Hochschulausbildung die Brücke zwischen den Grundlagenfächern und der Anwendung des erworbenen Informatikwissens in der beruflichen Praxis. In diesem Vortrag werden die Lehrinhalte und Lehrformen der SE-Ausbildung an Hochschulen vorgestellt und die Bedeutung des Faches in der Ausbildung von Informatikstudierenden beschrieben. Dabei wird auch auf die besonderen Anforderungen der Bachelor- und Masterstudiengänge eingegangen.

Spiele als Projekte im Bereich objektorientierte Programmierung in 3-Schichten-Architektur (Jan Wölfer)

Dieser Vortrag berichtet aus der SE- Lehre an einem beruflichen Gymnasium. Nachdem man über zwei Jahre hinweg Beispiele aus dem beruflichen Profil bearbeitet hat, freuen sich die Schülerinnen und Schüler meist über Themen, die sie auf anderer Ebene ansprechen: Spiele! Der Vortrag stellt zwei Projekte unterschiedlichen Anspruchsniveaus vor, die mit Wirtschaftsinformatikkursen in der Jahrgangsstufe 2 realisiert wurden: ein einfaches Würfelspiel und ein Roulettespiel. In dem Vortrag wird die Modellierung im UML-Klassendiagramm in Verbindung mit der Entwicklungsumgebung ECLIPSE, die Programmierung in JAVA und die Anbindung an eine relationale Datenbank zum Speichern des Spielstands bzw. einer Highscoreliste thematisiert. Als Anschauungsbeispiele dienen die Musterlösung des Lehrers sowie ausgewählte Schülerlösungen

Workshop Automatisiertes Testen mit JUnit (Urs Lautebach)

Dieser Workshop stellt die Idee und Umsetzung von Unit Tests mit JUnit und BlueJ vor, um den Aspekt der Softwarekorrektheit im Unterricht stärker zu betonen. Tests werden in der Schule meistens vernachlässigt, weil gründliches Testen so langweilig ist. Unit Tests eröffnen hier für den Unterricht interessante Möglichkeiten, u.a. vom Lehrer vorab verteilte Tests, von Schülern selbst erstellte Tests als Teil der Spezifikation, von Schülern inkrementell erstellte Tests, die immer mehr Sonderfälle berücksichtigen, und Tests als Hilfsmittel, um bei Optimierungen die Korrektheit nicht zu verlieren

Workshop Ein einfaches Webframework für den Unterricht (Dr. Artur Merke)
Dieser Workshop befasst sich mit einem relativ einfachen und übersichtlichen Webframework. Das Framework basiert wie RubyOnRails auf Ruby und verzahnt alle Komponenten eines modernen Webframeworks sehr gut miteinander, so dass die Schüler einen guten Überblick über heutige Webauftritte bekommen können.  Es lassen sich mit relativ wenigen Zeilen Quellcode vorzeigbare Ergebnisse präsentieren. Die Komponenten des Frameworks werden vorgestellt und deren Zusammenspiel erprobt. Es sind auch einzelne dieser Komponenten für den Unterricht nutzbar, so lässt z.B. sich ein DataMapper als Object Relational Mapper als Bindeglied zwischen einer Datenbank und OOP auch vollständig ohne Webkontext nutzen.